Presse :: Cool Cats Orchestra

Die reine Wahrheit

Musikalische Extraklasse aus dem Raum Heidelberg-Mannheim

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Pressestimmen


„Eine Band der Sonderklasse, eine Big-Band, um genau zu sein, in Heidelberg beheimatet und 1990 von Rick von Bracken - Saxophonist, Keyboarder, Komponist und eine feste Größe im süddeutschen Raum - gegründet. (...) Der Bandleader führt seine Truppe unkonventionell: Es herrscht ein lockerer Führungsstil, manche Arrangements entstehen nach kurzer Absprache oder direkt vor Ort, auf der Bühne. Jeder der Musiker hat aber auch Solo-Qualitäten, die nur von einem gerüttelt Maß musikalischer Disziplin herrühren können. Und setzt sie auch ein: Der Improvisation sind keine Grenzen gesetzt, es entsteht Jazzmusik vom Feinsten.“

—Rhein-Neckar-Zeitung vom 9. 7. 2002


LUTHERHAUS - JAZZINITIATIVE SWINGT MIT DEM COOL CATS ORCHESTRA UND EINER GELUNGENEN BALLROOM-NIGHT IN DEN MAI

Niemanden hält es auf den Stühlen

„Cheek to Cheek“, so wird getanzt. „Polka Dots“ finden sich auf der Kleidung und auf der „Route 66“ kann man fahren, laufen und sicher auch tanzen. Dass hier zeitgleich Liedtitel mit dem Takt fürs Tanzen gemeint sind, versteht sich von selbst, denn gehört und gesichtet werden Songs und Outfits vergangener Tage im Lutherhaus, als es heißt: „Swing in den Mai“ mit dem „Cool Cats Orchestra“.

Eingeladen hatte die Jazz-Initiative zum dritten Mal in Folge zum Tanzevent, dem wieder zahlreich Fans des Swing frönten. Wer hier eintrat, ließ die Welt draußen hinter sich, tauchte ein in gepflegten Big-Band-Sound, optisch in Pettycoats und Zoot Suites adrett zum Musikstil passend gekleideter Menschen. Die Musik der swingenden 1920er bis 1950er, Latin der 1960er und Soul der 1970er transportierte die pure Lebensfreude und den Drang nach Spaß und Bewegung. Beste Lieferanten dieser Einstellung sind die Musiker um Rick van Bracken, den Ausnahmesaxofonisten, die sich zum „Cool Cats Orchestra“ formiert haben.

Sie lassen den Funken von Anfang an überspringen, ziehen die Tänzer aufs Parkett. Das bietet nach dem Zwischenstopp der Veranstaltung 2017 im Josefshaus hier im Lutherhaus wieder ausreichend Raum für „Left Side Pass“, „Underarm with Hand Change“ oder „Starter Step“, die Figuren des variablen Tanzes.

Schwingende Pettycoats

Die schwingenden Pettycoats und zweifarbigen Dandyschuhe wirken spitzenmäßig, aber auch in Jeans und Hemd oder Rock mit Pumps macht die Tanzfreude was her. Wichtig ist beim Swing in den Mai, dass es nahezu niemanden auf den Stühlen hält. Sechser- und Achterschritte sind markante Zeichen des Swing, die zurzeit mit der Westcoast-Swing-Bewegung wieder gefeierten Einzug in die Tanzschulen hält.

Kaum einer ist noch nicht „In the Mood“, in Stimmung, wie es der legendäre Glenn Miller schon einem Song als Titel verpasste. Wer nicht tanzte, sah den Tänzern zu und genoss die ausnehmend gute Musikmischung, die eindrucksvollen Stimmen von Claudia Böhmer und Klaus Meggle. Etwa beim Klassiker „Mackie Messer“, wenn sich die beiden Sänger Zeit nehmen die Bandmitglieder vorzustellen – da donnerte der Applaus für jeden einzelnen Musiker und fürs Ganze, das den Abend zum absoluten Vergnügen werden lässt.

Traumhafte Soli und Dialoge, die exzellent abgestimmt zwischen Tenor- und Sopransaxofon ganz tief unter die Haut gehen, dahinschmelzende, gesungene Worte – das ist Swing in den Mai mit den Cool Cats am 30.April, dem „International Jazz Tag“. Dem machen die Musiker mit ihrem Liedmix alle Ehre und servieren prompt „Jumpin‘ East of Java“ vom Brian Setzer Orchestra, „I got a kick out of you“ von Frank Sinatra und „Pennsylvania 6-5000“ von Jerry Gray. Ganz sachte bereitet Klaus Meggle mit „Soul Man“ von den Blues Brothers den Weg in den 1. Mai der mit „Route 66“ von Chuck Berry gebührend bei der Ballroom-Night erobert wird. Swingend geht es in den frühen Morgenstunden für die Gäste nach Hause, mit der Hoffnung auf eine baldige Wiederholung der swingenden Ballnacht.

—zesa, Schwetzinger Zeitung, 2. Mai 2018


„Mit 15 Mann und zwei Frauen gastierte das Cool Cats Orchestra am Freitag, dem 4.12., in der Aula der Rauenberger Mannabergschule. Die dort residierende Musikschule hatte die gestandene Großformation im Rahmen ihrer Konzertreihe "Musikschullehrer stellen ihre Projekte vor" eingeladen, denn Thomas Lemke, Keyboarder der munteren Truppe, ist zugleich Lehrkraft an der Musikschule Rauenberg e.V.

In zwei Programmhälften mit einer Pause, in der verschiedene Getränke sowie Brezeln und Lebkuchen zu erhalten waren, präsentierte die Big-Band eine musikalische Bandbreite vom frühen Swing der 1930er Jahre bis hin zu Soul und Funk der 1970er. Sänger Klaus Meggle, mit sonorer Stimme überzeugend u.a. in Frank Sinatras "Fly Me To The Moon", ließ das Publikum bei Cab Calloways "Minnie The Moocher" kräftig mitsingen, Sängerin Claudia Böhmer wusste mit fantasievollem Scat-Gesang beispielsweise über den alten Jazz-Standard "On The Sunny Side Of The Street" zu faszinieren.

Dass die Musiker aus dem Großraum Heidelberg-Mannheim auch instrumentales Können besitzen, bewiesen nicht nur die zahlreichen Solo-Einlagen der elf Bläser, sondern auch Thomas Lemke mit einer ausdrucksstarken Orgel-Improvisation bei "Only So Much Oil In The Ground" der US-Funk-Band "Tower of Power", Thomas Krebs mit singender E-Gitarre bei Brian Setzers "Jumpin' East Of Java" und der Gast-Schlagzeuger Ringo Hirth mit einem brillanten Trommelsolo während des Samba-Titels "Brazil".

Insgesamt ein beeindruckendes, mit frenetischem Applaus und zwei Zugaben belohntes Konzert, das zeigte, welche unterschiedlichen Klänge so ein Jazzorchester im stilistischen Bereich zwischen Glenn Miller und den Blues Brothers zu erzeugen versteht, denn Abwechslungsreichtum ist dem moderierenden Bandleader und mitspielenden Saxofonisten Rick von Bracken, der das Ensemble seit über 25 Jahren leitet (und viele Jahre ebenfalls an der Musikschule Rauenberg unterrichtet hat), nach eigener Aussage ein wichtiges Bedürfnis.“

—Rauenberger Rundschau vom 9. 12. 2015


Cool Cats Orchestra

Jive, Swing und Boogie Woogie: Tanzend in die schöne alte Zeit

(...) Leidenschaftlich kann man sie nennen, die ausgesuchten Instrumentalisten und die beiden Sänger - Böhmer und Harry* Meggle - die ihren Spiel-und Singspaß auf der Bühne auslebten und nach und nach immer mehr Paare zum Tanz anregten. Gleichsam "scharrende Hufe" gab es auf beiden Seiten, bei den Musikern auf der Bühne und bei den Tanzwilligen im Publikum, die auf die Tanzlieder gewartet hatten.

(...) Cole Porters Arrangements, die Frank Sinatra gesungen zu Weltruhm brachte, haben es der Bigband der lockeren Art angetan. Sie kostet Soli aus - etwa vom Saxofon des Bandleaders Rick von Bracken, von Christian Schäpe (Saxofon) oder von Thomas Lemke (Klavier). "I get a kick out of you", "I've got you under my skin" sowie "Pennsylvania 6-5000" (Glenn Miller) waren Titel, die Harry* Meggle mit der typisch kernigen Folk- und Rockstimme darbietet und deren Rhythmus Claudia Böhmer mit ihrer warmen Stimme aufsaugte. Nach wenigen Liedern wurde es enger auf dem Tanzboden und der Applaus stürmischer. Das sollte bis zum frühen Morgen so bleiben.

—Sabine Zeuner, Schwetzinger Zeitung, 27. Juli 2015
Schwetzinger Zeitung, 27. Juli 2015Vollständigen Artikel anzeigen

(*)Anmerkung: Der Name unseres Sängers wurde im Artikel leider falsch wiedergegeben. Richtig muss es heißen: Klaus Meggle!


Die ‘kühlen Sardinen‘

„Die ’Cool Cats’ aus Heidelberg - bald werden sie nur noch ‚die Sardinen‘ genannt. Bei einem Auftritt im Heidelberger ‚Cave 54‘ drängten sich 18 Musiker der Bigband auf zehn Quadratmetern! Bandchef Rick von Bracken (35, Saxophon): ‚Es ging! Wir haben aber ganz schön geschwitzt. Ein super Konzert.’ Zum Band-Jubiläum (zehn Jahre) gibt's jetzt die erste CD (‚Cool Cats eat Hot Dogs‘).“

—Bild-Zeitung Rhein-Neckar, 24. Januar 2000


Außergewöhnliche Band für außergewöhnliche Jubiläen

‚Cool Cats Orchestra‘ heizt beim von Sparkasse und Zeitung veranstalteten Jazz-Frühschoppen ordentlich ein.

Viele werden sich an die erfolgreichen Events der letzten drei Jahre erinnert und dabei nicht vergessen haben, dass die beiden Kooperationspartner stets hochkarätige Musiker engagierten. Das war diesmal mit dem “Cool Cats Orchestra” aus Heidelberg nicht anders.

“Wir beide, die Schwetzinger Zeitung genauso wie die Sparkasse Heidelberg, haben derzeit allen Grund zum Feiern”, begrüßte Erik Schnatter die Gäste, und was der Sparkassen-Regionaldirektor damit meinte, waren das 175-jährige Jubiläum, das die Sparkasse Heidelberg in diesem Jahr feiert, sowie der 100. Geburtstag der Hockenheimer Tageszeitung. Außergewöhnliche Jubiläen also, und so war es wenig verwunderlich, dass eine ebenso außergewöhnliche Jazz-Formation eingeladen worden war.

Mit weichem Saxofonsound, mit “In The Mood” im Glenn-Miller-Arrangement, begannen die Heidelberger Musiker, die mit Klarinetten und Saxofonen, mit Posaunen, Trompeten, Gitarre, Bass, Piano und Drums als klassisch besetzte Bigband angereist waren. Sie boten ein musikalisches Porträt der goldenen Ära des Swing, in dem kein wesentlicher Charakterzug fehlte. So hatte es Bandleader Rick von Bracken angekündigt, gediegene Swing-Musik ohne Experimente würde zum Frühschoppen “gereicht”, und der Heidelberger Jazzer, der das “Cool Cats Orchestra” Ende der Achtziger gründete, erwies sich nicht nur als ausgezeichneter Saxofonist, sondern gleichermaßen als eloquenter Moderator, der allerlei Anekdoten zu den “Golden Hits” der Swing-Ära von Glenn Miller, Duke Ellington oder Benny Goodman zu berichten wusste.

Klar, dass sich auch Fernsehdoktor und Jazz-Ikone Aart Gisolf diesen außergewöhnlichen Vormittag nicht entgehen lassen wollte. Besonders die Trompeten-Solos von Klaus Gaa, “stilistisch einfach unglaublich sauber und mit viel Phantasie gespielt”, so Gisolf, hatten es ihm angetan. Auch die ausdrucksstarken Sänger Claudia Böhmer und Klaus Meggle, die das insgesamt 17-köpfige Ensemble mitgebracht hatte, zeigten sich gut aufgelegt, und so war alsbald der eine oder andere begeisterte “Fingerschnippser” zu sehen. Als Manuela Schmiedgen und Harry Friedsam in stilechten Swing-Klamotten schließlich eine heiße Sohle aufs Pflaster legten, ließen sich weitere Paare zum Tanzen mitreißen.

In drei Sets kamen alle Swing-Klassiker auf die Bühne; nachdem bei der spektakulären Zugabe auch noch der ortsansässige US-Musiker Rick Hatton spontan seine Trompete auspackte und mitjazzte, gab es endgültig kein Halten mehr.

—Kay Müller, Schwetzinger Zeitung, 18. September 2006


Brillantes Swing-Kraftwerk

Brillantes Swing-Kraftwerk

Lässig und zugleich musikalisch hochmotiviert ging das Cool Cats Orchestra aus Heidelberg im Jazzclub-Konzert in der Tivoli-Lounge ans Werk

Lippstadt – Eigentlich sollte es ein sommerliches "Hot Jazz Festival" im Biergarten der Tivoli-Lounge werden. Doch statt des erhofften lauen Sommerabends erwiesen sich die Außentemperaturen als zu "cool", so dass die Cool Cats ihr heißes Big-Band-Feuerwerk doch lieber in den behaglichen Wänden der neuen Lounge zünden wollten.

Die 1991 gegründete Big Band aus der Heidelberger Region rückte mit 14 Mann und einer Dame an (eigentlich sind es 20 Musiker), um die Monats-Session des Lippstädter Jazzclubs zu bestreiten.

Für die durchweg jungen Leute des Cool Cats Orchestra scheint Jazz zu der wichtigsten Nebensache der Welt zu gehören. Entsprechend cool und lässig, musikalisch jedoch hochmotiviert und engagiert ging man ans Werk: Der Stil der Band ist intellektuell, technisch versiert, lichtdurchlässig, zuweilen sogar meditativ. Die Musiker entwickelten in ihrem brillanten Swing-Kraftwerk jenes formgerechte und ausdruckstypische Blues-Feeling, das nicht gelernt, gelehrt und kaum erklärt werden kann, aber für ein gutes "Rüberbringen" eben unerlässlich ist.

Passend zum amerikanischen Independence Day huldigten die Cool Cats in ihrer Lippstädter Session vielen altbekannten amerikanischen Schutzpatronen des Jazz und Swing, galt es doch, nicht nur ein breites Spektrum beliebter Stile und Titel (Duke Ellington, Count Basie, Glenn Miller, Benny Goodman) zu verbreiten, sondern auch eine ganze Reihe Eigenkompositionen etwa aus der Feder des Saxophonisten und Bandleaders Rick von Bracken (eigentlich mehr musizierender Erste-Reihe-Regisseur) einzustreuen.

Die improvisationsfreudigen, spektakulären Trompeten, der perlige Sound der Gitarren, die vitale Drummersprache und die näselnde Dominanz der Saxophone wetteiferten im Feuerwerk der Klänge, die der quirligen Sängerin Anita Nagorny Temperament und Rhythmus vorgaben: Mit ihrer Phantasiesprache und ihrem weit entwickelten Scat-Faible vermittelte sie ganzheitlich über Harmonien und Tonarten sowie Imitationen ihre ureigene Art der Kommunikation.

Lateinamerikanischer Rhythmus wie Bossa-Nova-Latin-Jazz liegt ihr besonders im Blut. Zur Phantasiesprache mit spanischen, zuweilen auch arabisch anmuteten Lauten gesellte sich reichlich Jazz-Appeal bei Themen wie "Take the A-Train", "Satin Doll" und "Makin' Whoopee".

Mit silberdrahtiger Stimme und ausgereifter Mimik vermittelte Anita Nagorny keck und selbstbewusst musikalische wie menschliche Impulse.

–Der Patriot, 6. Juli 2002


Das Cool Cats Orchestra aus Heidelberg brachte die Swing-Ära authentisch in den Öhringer Jazzclub

Öhringen –"Wenn es nicht swingt", soll Duke Ellington einem Mitstreiter gesagt haben, "kannst du alles vergessen". Die erste Session der dreiteiligen Konzertreihe zur Jazzgeschichte im Öhringer Jazzclub befolgte dieses Motto mit Nachdruck.

Vom weichen Saxophonsound im Glenn-Miller-Arrangement "In The Mood", das mit vertrauten Klängen in die richtige Stimmung versetzte, bis hin zur jazzig überschwänglich gefeierten "Route 66", einem Stück, das das Publikum mit aufschillernden, förmlich explodierenden Trompeten in Rage versetzte, lebten sich alle Stilformen des Swing in gebührendem Rahmen aus.

Freilich besetzte nicht Glenn Millers berühmte All-Star-Band das Podium. Aber unter ihrem Bandleader Rick von Bracken, der gleichzeitig neuer Vorsitzender des Öhringer Jazzclubs ist, interpretierte das Cool Cats Orchestra aus Heidelberg die legendären Musiknummern denkbar authentisch. Und statt der Ballroom-Atmosphäre New Yorker Tanzpaläste herrschte hautnahe Lebensfreude im dicht besetzten Keller des alten E-Werks.

Die mit Klarinette und vier Saxophonen, drei Posaunen, vier Trompeten, Gitarre, Bass, Piano und Drums klassisch besetzte Bigband zeichnete ein musikalisches Porträt der goldenen Ära des Swing, in dem kein wesentlicher Charakterzug fehlte. Die zwischen New Orleans und Modern Jazz in den 30er und 40er Jahren angesiedelte Epoche wurde aus der Ecke angeblich nur gefälliger Tanzmusik herausgeholt, mit Schrunden und Kanten versetzt und in das ihr gebührende Licht verdienter Wertschätzung gerückt.

Da gab es in Count-Basie-Manier intonierte, dynamisch wilde Jump-Rhythmen zu bewundern, ekstatisch kreischende Saxophone und die glasharte Kontur rasanter Trompetensolos. In Duke-Ellington-Titeln überraschten bedrohlich schräg in sensible Klangfarben eingeblockte Bläserakkorde.

Und die elegant-temperamentvolle, ungemein wandlungsfähige Jazzsängerin Anita Nagorny, die sich in ihrem Kleid stilecht als "Golden Rose of Harlem" präsentierte, erinnerte mal an Ella Fitzgerald ("Tuxedo Junction"), mal an Marilyn Monroe ("Satin Doll"), schwankte schrill klirrend und weitausschwingend oder mit sanftem Vibrato sinnlich gurrend zwischen der First Lady des Jazz und der glamourösen Filmdiva.

Überhaupt gelang es im impulsiven Zusammenspiel von Vokalistin und Band, zum Herzblut des Jazz vorzudringen. Denn die Instrumente redeten plötzlich emotional in Skalen, Clusters und Growls, während die menschliche Stimme sich dem Klang der Trompeten annäherte. Es gibt also Gründe, anlässlich eines Schnellkurses durch die Jazzgeschichte beim Swing zu verweilen, wie man es im Öhringer Club so eindringlich getan hat.

– Eckehard Uhlig, Hohenloher Zeitung, 25. September 2001


Jazz-Erlebnis der Sonderklasse

Cool Cats Orchestra im Theatersaal der Burg Altleiningen

Altleiningen - Die Burgspiele Altleiningen machen verstärkt auf sich aufmerksam: Das wurde denen klar, die am Samstagabend den Weg in deren Theatersaal fanden und dort Jazz vom Feinsten hörten.

Das Cool Cats Orchestra aus Heidelberg hatte sich spontan in diesen Saal verliebt und dort das erste Jazz-Konzert überhaupt gegeben. Cool Cats: das Cool ist mit Sicherheit neudeutsch zu verstehen - Kühle kam keinesfalls von den Musikern. Saxophonist Rick von Bracken, Regisseur und Spiritus Rector des Ensembles, hat eine tolle Truppe auf Hochleistung getrimmt.

Da waren die Rhythmiker Markus Krämer (Bass), Wilfried Einfeldt (Piano) und Georg Hromadka (Drums), Trompete spielten Steffen Dix, Florens Flues und Frederic Wenzel, Posaune bliesen Nicole Becker, Kurt Breiner, Robert Schweikart und Christoph Schmidt. Mit den Saxophonen waren Steve Arnold, Christian Schäpe, Andrzej Norek, Wolfgang Hein und Jörg Breidbach, der auch Klarinette spielte, dabei, eine ideale Big Band Besetzung also. Anita Nagorny ergänzte die Vielfalt mit ihrer Stimme.

Die Band zeigte von Anfang an, was Sache ist, begann in den 40ern mit "In The Mood", hängte einen Blues von Duke Ellington dran, riskierte ein "Sakrileg" mit einer eigenen Bearbeitung von "Killer Joe", einer Hommage an einen sagenhaften Steptänzer, bot groovig den "Watermelon Man" der 60er, begeisterte vollends mit "Tuxedo Junction", erinnerte an Chick Corea. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Sämtliche Musiker spielten zahllose Solos, wurden dankbar beklatscht. Irre das Spiel des Drummers, der mit donnerndem Applaus belohnt wurde. Der selbst ernannte Spiritus Rector führte geistreich durchs Programm, bot manch Neues an Informationen.

Die Sängerin beherrscht ein großes Repertoire und steigerte sich im zweiten Teil zu jazziger Hochform. Glückwunsch an Nicole Becker, die ihren Song "Neverending Sun" teils singend, teils per Posaune gemeinsam mit Anita in den Raum schickte. Der Beifall sagte Einiges.

Die Kapazität der Bühne war restlos ausgereizt, für Freunde dieses Theaters war es ein Erlebnis, den Pianisten und den Drummer auf hoch gelegenem Schauspiel-Terrain zu erleben.

Eine eigene Version von "Route 66" mit einem Super-Sax-Duo, einem ebensolchen Trompeten-Terzett und Anita, in Hochform "From Chicago to L.A.", beendete Jazz der Sonderklasse.

Rheinpfalz, 10. April 2001


"Cool Cats" zünden Feuerwerk der Klänge

Heidelberg Jazz-Musiker versetzen Böhler bei der Kerwe-Matinee in beschwingte Laune

Böhl-Iggelheim - Die wichtigste Nebensache der Welt scheint für die jungen Leute des "Cool Cats Orchestra" der Jazz zu sein. Bei der von der VHS arrangierten Matinee zur Böhler Kerwe lieferten sie den Beweis und verliehen ihrem Spiel jenen federnden, leichten Puls, der ein so anderes, beschwingteres Lebensgefühl ausdrückt, als es andere Musikstile vermögen. Spricht doch der Jazz die Sprache unserer Zeit, die die "Cool Cats" aus Heidelberg locker, lässig, aber mit Biss und Rückgrat interpretieren. Dass die Veranstaltung witterungsbedingt vom Kirchplatz in den überdachten Hof des Gasthauses "Zur Sonne" verlegt wurde, verringerte keineswegs die Faszination des mitreißenden Musikerlebnisses. Beigeordneter Rainer Böhm konnte zahlreiche Gäste begrüßen.

Intellektuell, technisch versiert, lichtdurchlässig, zuweilen gar meditativ zeichneten sich die Charakteristika der Band ab. Die Musiker entwickeln jenes form- und ausdruckstypische Blues Feeling, das nicht gelernt, gelehrt und kaum erklärt werden kann, aber für jede gute Jazzwiedergabe unerlässlich ist. Die "Cool Cats" huldigten in ihrer Repertoire-Vielfalt nicht nur den altbekannten Schutzpatronen von Jazz und Swing, galt es doch eine ganze Reihe Eigenkompositionen aus der Feder des Bandleaders Rick von Bracken, des Trompeters Carsten Röderer und der Posaunistin Nicole Becker einzustreuen.

Der "C-Jam-Blues" (Duke Ellington) wurde gar ohne Notenkorsett erarbeitet und im Head-Arrangement, in bloßer Absprache unter den Musikern also, unters Volk gebracht. In den farbigen Background dieses Titels waren solistische Glanzleistungen der verschiedensten Instrumentalisten eingewoben. Der weiche Grundton der Stücke "One Note Samba" und "Gold Coffee", von den kapriziösen Einspielungen des Tenorsaxophonisten Andrzej Norek durchtränkt, beugte sich in der Durchführung letztlich doch dem rauhen Charakter des Jazzgezeters. Mit "Little Brown Jug", "Killer Joe", "In the Mood" und anderen Evergreens entpuppten sich die "Cool Cats" zu einem Swingkraftwerk.

Die improvisationsfreudigen, spektakulären Chorusse der Trompeten, der perlige Sound der Gitarren, die vitale Trommelsprache und die näselnde Vorherrschaft der Saxophone wetteiferten im Feuerwerk der Klänge, das der Jazz-Sängerin Anita Nagorny Temperament und Rhythmus vorgab. In "Take The A-Train", "Satin Doll" und "Makin Whoopee" entfachte sie waschechten "Jazz-Appeal". Ihrer silberdrahtigen Stimme konnten selbst zeitweilige instrumentale Phonausuferungen nichts anhaben. In ausgreifender Mimik vermittelte Nagorny musikalische wie menschliche Impulse. Die Seele des Jazz äußerte sich einmal mehr in der Solidaritätskundgebung Rick von Brackens, die illustrative Jazz-Arabeske "Caravan" allen jenen heimatlosen Ausländern zu widmen, die in der Fremde oft auf grausamste Weise diskriminiert werden.

Gerlinde Bosl, Speyerer Tagespost, 30. August 2000


Jazzperanto

Das Cool Cats Orchestra am 28. 10. 1999 zu Gast beim Jazz-Club Heidelberg

Heidelberg - In erfreulich lockerer Mischung traf sich im Deutsch- Amerikanischen-Institut ein Jazz-Publikum aus Heidelberger Insidern, die den Weg der 1990 hier von Rick von Bracken gegründeten Big-Band begleiten, und aus überregionalen Kennern, die spätestens seit dem Erscheinen der neuen CD "Cool Cats eat Hot Dogs" (Casino Records) auf den Trichter gekommen sind.

Aufgebaut auf solidem Big-Band-Swing bot die vitale Programmfolge eine enorme Stilfülle, mit Soul und Funk über ibero-amerikanischen Sound bis hin zu integrierten Elementen von Trip-Hop sowie Drum'n'Bass.

Im ersten Set vor der Pause wechselten die individualistischen 22 Cool-Cats und ihre zwei special guests Michael Brem (ts) und Roland Döringer (b) gekonnt die Stilrichtung in eigenen Kompositionen, gemeinsamen head arrangements sowie mannigfachen Improvisationen.

Nach der Pause dann kochten sich die Musiker hoch und glänzten - vor allem in den Doppel-Solos - konventionell-bewährt oder auch innovativ-überraschend mit einer Klangfarbenfülle, die den Eindruck der frischgepressten CD mehr als nur bestätigte. Encore!

Der Sprung in die Riege der Jazz-Big-Bands von gereifterem Standard ist dem Cool Cats Orchestra unter der Leitung von Rick von Bracken gelungen, ohne seinen spezifischen Charme der individuellen Entfaltung einzubüßen: "Bis zum nächsten Set!"

Daniel Streiff, freier Mitarbeiter der Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg